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Der Verdacht besteht schon lange, nun haben Berliner Forscher eine mögliche Erklärung gefunden, weshalb hoher Salzkonsum Bluthochdruck auslösen und sich beispielsweise auch negativ auf den Verlauf einer Multiplen Sklerose (MS) auswirken kann. Salz tötet bestimmte Bakterien im Darm, wodurch sich indirekt die Zahl bestimmter Immunzellen erhöht.

 

Diese TH-17-Helferzellen mischen auch bei der Regulation des Blutdrucks und der Autoimmunkrankheit MS mit.  Wenn man das Darmmikrobiom entsprechend beeinflusst, könnte man möglicherweise diese Folgeerscheinung verhindern, erklärten die Wissenschaftler des Max-Delbrück-Centrums und der Berliner Charité um Dr. Nickola Wick. Zumindest konnten sie bei 12 Probanden, die 14 Tage lang doppelt so viel Salz wie sonst aßen, das Fehlen des Lactobacillus murinus im Darm beobachten. Gleichzeitig stiegen Blutdruck und TH-17-Helferzellen an. Mit der Gabe probiotischer Lactobazillen konnte der Effekt wieder ausgeglichen werden. In einer größeren placebokontrollierten Doppelblindstudie sollte nun das therapeutische Potential von Lactobacillus-haltigen Probiotika weiteruntersucht werden.

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